AAL-Tagung November 2011 in Speyer: Leben mit innovativer Technik - Altersgerechte Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben zu Hause

TAGUNGSBEITRÄGE
Eröffnung und Grußwort der Stadt Speyer pdf
Oberbürgermeister Hansjörg Eger
Entwicklungsstand von AAL
Altersgerechte Assistenzsysteme - Stand und Ausblick pdf
Catherine Ley, Bundesministerium für Bildung und Forschung
Mit Ambient Assisted Living (AAL) zu mehr Lebensqualität pdf
Bianca Klein, Finanzministerium Rheinland-Pfalz
Länger selbstständig durch technische Assistenz pdf
Dr. Heidrun Mollenkopf, AAL-Expertenrat BMBF, BAGSO e.V.
Nachbarschaftliche Vernetzung im Wohnquartier: Das technisch-soziale Assistenzsystem bei der Gem. Baugenossenschaft Speyer pdf
Alexander Braun, GBS Speyer
AAL in der Praxis
PAUL – Persönlicher Assistent für Unterstütztes Leben pdf
Dipl.-Ing. Bernd Klein, CIBEK
Wie funktioniert die automatische Notfallerkennung? pdf
Dipl.-Ing. Thorsten Rodner
Nachfrage nach vernetzten Diensten und Unterstützungsleistungen pdf
Dipl.-Ing. Lynn Schelisch, TU Kaiserslautern
Zwei Schritte vor und einer zurück? Erfahrung aus AAL-Praxisobjekten pdf
Prof. Dr. Annette Spellerberg, TU Kaiserslautern
Perspektiven von AAL
Alter und anwendungsorientierte Technik als berufsbegleitendes Studium – Gerontoingenieur (FH) pdf
Prof. Dipl.-Ing. Thomas Hansemann, Hochschule Mannheim, Fakultät für Elektrotechnik/KONTAAT
Ansprechpartner
Walter Werner
This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Bilder von unserer Tagung finden Sie hier
Broschüre "Intelligente Technik für das Wohnen im Alter"
Weiterführende Informationen zu AAL unter: BMBF/VDE Innovationspartnerschaft AAL

Technik für ein selbstbestimmtes Leben im Alter: Ambient Assisted Living (AAL)
Vorsorge für ein zufriedenstellendes Wohnen im Alter immer wichtiger
Fast alle älteren Menschen wünschen sich, möglichst lange selbstständig und in der vertrauten Wohnungsumgebung leben zu können. Wenn Pflege ein Thema wird, wünscht sich die überwiegende Mehrheit eine Betreuung in den eigenen vier Wänden.
Nach der aktuellen Studie des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA) „Wohnen im Alter – Marktprozesse und wohnungspolitischer Handlungsbedarf“, die das Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung Mitte 2011 herausgegeben hat, wohnen 93 % der über 65-Jährigen zu Hause. Bei den über 90-Jährigen sind es noch zwei Drittel und auch bei Menschen mit Pflegebedarf sind es zwei Drittel. Das soll aus Sicht der Seniorinnen und Senioren auch in Zukunft grundsätzlich so bleiben. Ein selbstbestimmtes, autonomes und mobiles Wohnen in den eigen vier Wänden ist die gewünschte Lebensperspektive bis ins hohe Alter.
Dazu wünschen sich die Seniorinnen und Senioren eine gute Infrastruktur, Geschäfte, Ärzte und öffentliche Verkehrsmittel in der Nähe. Hinzu kommen Hilfen im Haushalt, bei Einkäufen und kleineren Reparaturen und wenn erforderlich Hilfe bei der Pflege im häuslichen Umfeld. Mit der demografischen Alterung bekommt dieses Anliegen eine immer wichtigere gesellschaftliche Bedeutung für die Lebensqualität im Alter.
AAL – was ist das?
AAL steht für „Ambient Assisted Living“ (= Altersgerechte Assistenzsysteme). Das sind Konzepte, Produkte und Dienstleistungen, die neue Technologien und soziales Umfeld miteinander verbinden. Ziel ist, mit innovativer Technik die Lebensqualität für Menschen in allen Lebensabschnitten zu verbessern.
Sog. Systemlösungen im „Smart Home“, die technische Geräte – Fernsehen, Heizung, Waschmaschine, Herd, Rolladenheber, Wasser, Elektrik etc. – intelligent zusammenschalten, tragen zu mehr Komfort, Sicherheit und Energieeinsparung bei und können die sozialen Kontakte verbessern. Nach heutigem Standard ist das in der eigenen Wohnung leicht zu bedienen und auch von außerhalb der Wohnung einfach zu regeln.
Ziele von AAL
- AAL soll mit innovativer Technik dazu beitragen, dass ältere Menschen länger selbstbestimmt und mobil in ihrer gewohnten Umgebung leben können.
- AAL soll die Gesundheit von älteren Menschen erhalten und ihre private Sicherheit erhöhen.
- AAL soll die Kommunikation mit dem sozialen Umfeld verbessern.
- AAL soll durch neue Produkte und Dienstleistungen Familien und Pflegeeinrichtungen unterstützen und entlasten.
- AAL soll auf den individuellen Bedarf des Menschen ausgerichtet sein und sich möglichst einfach in dessen Lebensumfeld individuell zu integrieren.
Chancen von AAL
Mehr Selbstbestimmung
Studien belegen, dass die Mehrheit der Seniorinnen und Senioren in den eigenen vier Wänden mit technischer Unterstützung leben möchte. AAL-Anwendungen erweitern die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten im Alltag, erhöhen die Mobilität und bieten die Chance zu mehr sozialer Teilhabe.
Potenziale
AAL-Anwendungen erzeugen für Wirtschaft, Technik und Arbeitsmarkt starke Hebeleffekte. Um diese nutzbar zu machen, muss zunächst Akzeptanz bei den Anwendern geschaffen und die Information über die einzelnen Produkte, ihre Handhabung und die Finanzierung verbessert werden.
Arbeitsmarkt
AAL schafft neue Tätigkeitsfelder und Geschäftsfelder für Handwerksbetriebe und IT-Firmen. Neue Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten rund um den AAL-Sektor entstehen, wie der neue Beruf des Gerontoingenieurs, der ab Herbst 2011 an der Hochschule Mannheim als Weiterbildungsstudiengang angeboten wird.
Wirtschaft und Standortchancen
AAL treibt Innovationen in Wirtschaft und Forschung voran, bietet Einsparpotenziale (z. B. im Gesundheitswesen) und gute Exportchancen (z. B. für die Bereiche Medizintechnik, Automation und Mikrosystemtechnik etc.).

